Info: Der Diener Jakob und sein adliger Herr reisen ohne erkennbares Ziel zu Pferde durch Frankreich des 18. Jahrhunderts. Wenn die beiden nicht gerade über die zahlreichen amourösen Abenteuer des Dieners reden, diskutieren sie über die Willensfreiheit. Paradoxerweise ist der gewitzte, welterfahrene und tatkräftige Jacques Fatalist, der bei allem, was passiert, betont, es habe in der großen himmlischen Schicksalsrolle gestanden. Sein Herr hingegen, der "nicht wusste, was er ohne seine Uhr, seine Tabaksdose und ohne Jacques anfangen sollte", bekennt sich zur Freiheit des Willens. Jakobs abenteuerliche Geschichten, mit doppelbödigem Humor erzählt und immer wieder von neuen Ereignissen und einem sich einschaltenden Erzähler unterbrochen, kommen nie zum Ende. "Von sechs Uhr bis ein halb zwölf Diderots 'Jacques, der Fatalist' in der Folge durchgelesen, mich wie der Bel zu Babel an einem solchen ungeheuren Mahle ergötzt und Gott gedankt, daß ich so eine Portion mit dem größten Appetit auf einmal, als wär's ein Glas Wasser, und doch mit unbeschreiblicher Wollust verschlingen kann." Johann Wolfgang Goethe
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